1983 wurde Robin Ticciati in London geboren. Schon in seiner Kindheit kam er häufig mit Musik in Berührung, woraus sich eine passionierte Leidenschaft entwickelte. In seiner Heimat genoss er eine musikalische Ausbildung mit dem Fokus auf Geige und Klavier, später dann Schlagzeug. Mit 15 interessierte er sich schon für das Dirigieren und wurde durch Größen wie Sir Simon Rattle und Sir Colin Davis unterstützt und gefördert. In jungen Jahren dirigierte er schon die John Colet Singers an der St. Paul’s School, wo er studierte. Das sympathische Ausnahmetalent wurde für seine Leistungen und harte Arbeit mehrfach ausgezeichnet. 2002 wurde er mit der Arthur-Belgin-Medaille ausgezeichnet in der Kategorie „Most Outstanding Musician of the Year”.
Sein Debüt als Dirigent gab er im Jahr 2005 bei der Filarmonica della Scala in Mailand. Damit ist er der Jüngste, der jemals das Dirigat dort übernahm. Drei Jahre lang, von 2006 bis 2009 war er Chefdirigent des Gävle Symfoniorkester in Schweden und fast gleichzeitig Musikdirektor der „Glyndebourne on Tour”. Sein Talent und seine Leidenschaft zur Musik führten ihn als Gastdirigent auch in internationale Hallen. Er gastierte im Los Angeles Philharmonic Orchestra, der Accademia Nazionale di Santa Ceciia in Rom, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra oder dem Gewandhausorchester in Leipzig. Sowohl Opernprojekte als auch Konzerte gehören zu seinem Repertoire. Egal, ob Verdis „Macbeth”, Mozarts „Le nozze di Figaro” oder Humperdincks „Hänsel und Gretel”, Robin Ticciati zeigt regelmäßig, dass er ein absolutes Ausnahmetalent mit beeindruckendem Ideenreichtum ist. Als Nachfolger von Tugan Sokhiev arbeitet er seit der Spielzeit 2017/2018 am Deutschen Symphonie-Orchester in Berlin als künstlerischer Leiter. Mit viel Kreativität, Leidenschaft und Ideenreichtum zeigt Robin Ticciati der Dirigenten-Welt, dass er gekommen ist, um zu bleiben.